GfK GeoMarketing > Geomarketing-Wissen > Geomarketing Glossar

Geomarketing-Glossar

A

ABC Analyse: Diese Analysemethode deckt auf welche Kunden oder Gebiete einen bestimmten Prozentsatz zu einer Zielgröße wie etwa Umsatz beitragen. Beispielsweise kann mittels der ABC Analyse ermittelt werden, mit welchen Kunden ein Unternehmen 80% seines Umsatzes erwirtschaftet.

Administrative Karten: Karten auf denen politische Grenzen (z.B. Grenzen der Bundesländer, Grenzen von Regierungsbezirken, Grenzen von Stadt- und Landkreisen und Gemeinden) abgebildet sind.

Arbeitslastverfahren: Verfahren bei der Gebietsplanung. Ziel dabei ist optimale Einteilung der Vertriebsgebiete nach dem Faktor "Zeit" des Mitarbeiters. Dazu ist in der Regel eine Besuchsplanung je Kunde vorzunehmen.

AVON: Telefonvorwahlbereiche Deutschlands (AVON) mit 5201 Vorwahlnummern. Die Gebiete enthalten die amtliche Vorwahlnummer sowie die offizielle Bezeichnung.

nach oben

B

Baukraftkennziffer: Tatsächliches und prognostiziertes Bauvolumen in einem Gebiet.

Bevölkerungsstruktur: Die Struktur der Bevölkerung dargestellt in Ihrer Zusammensetzung nach Alter, Geschlecht, Familienstand, Konfession, Bildungsstand, usw.

Bricks: siehe Xponent

Business GIS: Der Einsatz Geografischer Informationssysteme bei unternehmensrelevanten Fragestellungen. Markt-, Kunden- und Unternehmensdaten werden mithilfe eines GIS mit digitalen Landkarten verknüpft. So können Daten mit Raumbezug auch räumlich dargestellt werden. Außerdem bieten Geografische Informationssysteme für Business verschiedene Analysemethoden, mithilfe derer die Daten ausgewertet und beispielsweise mit Bevölkerungs- oder Potenzialdaten in Bezug gesetzt werden können.

nach oben

C

CRESTA Karte: Catastrophe Risk Evaluating and Standardizing Target Accumulations. Solche Karten werden genutzt, um die potenzielle Gefährdung eines Gebietes durch Naturkatastrophen zu beurteilen. Nutzer sind in erster Linie Rückversicherer.

Clickable Map: Eine in einem Internetbrowser zu öffnende Karte, über die bestimmte Informationen durch Anklicken mit der Maus abrufbar sind.

nach oben 

D

Demografische Daten: Bevölkerungsdaten

Digitale Landkarte: Landkarte, die für die Verwendung in einem GIS als Grundlage für die computergestützte Kartographie hergestellt wurde. Digitale Karten bestehen aus unterschiedlichen Layern, welche unterschiedliche Thematiken darstellen.

Districting: Districting bezeichnet die Planung und Optimierung von Vertriebs- bzw. Verkaufsgebieten.

nach oben 

E

Entfernungsabhängige Darstellungen: Darstellen von Kartenelementen in Abhängigkeit Ihrer Entfernung zu einem definierten Punkt. Mithilfe dieser Darstellungsart können beispielsweise die Erreichbarkeit von Standorten oder Entfernungs- und Lieferzonen ermittelt werden.

EVU: Gebiete der deutschen Energienetzwerkbetreiber. EVU-Gebiete sind mit dem Code der Vereinigung deutscher Elektrizitätswerke (VDEW) und mit dem Namen des Netzeigentümers versehen.

nach oben 

G

Gebietsoptimierung: Bezüglich der Ressourcenausnutzung optimale Einteilung der Vertriebs- bzw. Verkaufsgebiete.

Gebietsplanung: das zielgerichtete Zusammenfassen von kleinsten geografischen Einheiten (z.B. Gemeinden oder Postleitgebiete) zu übergeordneten Gebietseinheiten (z.B. Vertreterbezirke). Grundsätzlich unterscheidet man verschiedene Planungsverfahren.

Geocodierung: Um Punktelemente, wie z.B. Kunden- oder Filialstandorte in einer Karte abbilden zu können, müssen die Adressen dieser Standorte über eine Abgleichvariable z.B. die Postleitzahl oder (falls vorhanden) die geografischen Koordinaten dieser Punkte, mit der Karte verknüpft werden. Diesen Vorgang nennt man Geocodierung.

Geomarketing: Unter Geomarketing versteht man auf die räumlich differenzierten Eigenschaften des Marktes abgestimmten Marketingmaßnahmen. Um ein sinnvolles Geomarketing entwickeln zu können, ist es also nötig die räumlichen Muster und Zusammenhänge im Markt zu erkennen. Durch den Einsatz eines GIS, in dem Bevölkerungs-, Wirtschafts- und Unternehmensdaten räumlich miteinander verknüpft und analysiert werden können, wird dies ermöglicht.

GIS: Geografische Informationssysteme (GIS) verknüpfen raumbezogene Daten mit Landkarten. Das heißt, Daten mit Raumbezug können direkt auf Landkarten abgebildet werden. Dadurch werden räumliche Zusammenhänge, Abhängigkeiten und Muster erst erkennbar. Typische Anwendungsbeispiele sind die Darstellung von Bevölkerungsdichten oder der Kaufkraft in verschiedenen Regionen. Aber nicht nur die einfache Darstellung von Daten, sondern auch verschiedene Analysen sind mit Geografischen Informationssystemen möglich.

Grosso-Gebiete: Die Presse-Vertriebsgesellschaften (Grossisten) Deutschlands benutzen eine Gebietsaufteilung, in der die Zugehörigkeit der einzelnen Ortschaften zum jeweiligen Grossisten eindeutig festgelegt ist.

nach oben 

H

Hierarchisches Prinzip: Darunter versteht man die Möglichkeit Gebiete, Flächen, Strecken oder Punkte eines Layers so zu aggregieren, dass ein neues Objekt entsteht. Dabei bleiben die Elemente aus denen das neue Objekt besteht erhalten.

nach oben 

I

Isochronen: Linien, die von einem Punkt ausgehend Punkte gleicher Reisezeit miteinander verbinden.

nach oben 

K

Kaufkraft: Die Kaufkraft kann vereinfacht als die Summe aller Nettoeinkünfte einer bestimmten Raumeinheit gesehen werden. Sie ist damit ein entscheidender Indikator für das Konsumpotenzial der dort lebenden Bevölkerung. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass die Kaufkraft oftmals nicht da eingesetzt wird, wo die Menschen wohnen, sondern dort wo sie einkaufen.

Kundenanalyse: Das systematische Zusammentragen von Informationen über bestehende und potenzielle Kunden.

KV-Gebiete: Gebiete der kassenärztlichen Vereinigungen. Die 23 Bezirke der kassenärztlichen Vereinigungen Deutschlands sind in der kassenärztlichen Bundesvereinigung zusammengefasst.

nach oben 

L

Layer: Ist als eine Landkartenschicht zu verstehen, auf der bestimmte Landkartenobjekte abgebildet sind. Eine digitale Landkarte besteht in der Regel aus mehreren Layern, die schichtweise übereinander liegen. Bei der Erstellung digitaler Landkarten ist zu beachten, dass die Objekte eines Layers, Objekte des darunter liegenden Layers verdecken (Prinzip des Overhead-Projektors).

Logistische Verfahren: Verfahren bei der Gebietsplanung. Gebietsaufteilung unter Berücksichtigung der zu bewältigenden Reiserouten der Außendienstmitarbeiter zu den Kunden.

nach oben 

M

Marktanalyse: Zur Analyse des Marktes für ein bestimmtes Produkt oder eine Produktgruppe gehört die Analyse des Potenzials, der Umsätze und der Anbieter auf diesem Markt, mit allen räumlichen Unterschieden und Besonderheiten.

Marktanteil: Anteil eines Herstellers am Gesamtmarkt für ein bestimmtes Produkt.

Marktdurchdringung (=Penetration): Der Marktanteil eines Produktes im Verhältnis zum Gesamtmarkt wird als Marktdurchdringung bzw. Marktpenetration bezeichnet.

Marktpotenzial: Summe aller Nachfragen für ein bestimmtes Produkt.

Mikrogeografische Marktsegmentierung: Untergliederung des Marktes in räumliche Segmente unterhalb der Gemeindeebene bzw. unterhalb der Ebene der Postleitgebiete. Eine Untergliederung des Marktes in solch kleine Einheiten kann bei der Analyse eines sehr großen Kundenstammes sinnvoll sein.

Mikromarketing: Das Verknüpfen von Kundendaten mit mikrogeografischen (Potenzial-) Daten ermöglicht ein auf bestimme Zielgruppen zugeschnittenes Marketing.

nach oben 

N

Nano-Bricks: siehe Xponent

Natürliche Barrieren: Schwer zu bereisende Gebiete, wie nicht zu überquerende Flussabschnitte, Gebirgslandschaften, usw.

Nielsen-Gebiete: Vom Marktforschungsunternehmen AC Nielsen eingeteilte Gebiete. In Deutschland handelt es sich hierbei um Bundesländer oder Gruppen von 2-4 Bundesländern.

NUTS: Nomenclature of territorial units for statistics. Die von EUROSTAT, dem statistischen Amt der EU, definierten Einheiten innerhalb in der Union statistische Daten erhoben werden. Diese Einteilung beinhaltet verschieden Ebenen, die NUTS Levels.

nach oben 

P

Penetration: Marktdurchdringung

Penetrationsanalyse: Bestimmung des erreichten Anteils eines Produktes am Gesamtmarkt. Ziel einer Penetrationsanalyse ist der effizientere Einsatz von Unternehmensressourcen.

Potenzialverfahren: Verfahren bei der Gebietsplanung. Berücksichtigt das Umsatz- oder Absatzpotenzial eines Produktes. Alternativ besteht die Möglichkeit, über Hilfskriterien ein theoretisches Absatzpotenzial abzuschätzen. Ziel ist es, eine Gebietsaufteilung anhand vorliegender oder abgeschätzter Potenziale durchzuführen.

Portfolio Analyse: Bei der Portfolioanalyse können zwei Kriterien gleichzeitig ausgewertet werden. Der Vorteil der Methode besteht darin, dass zwei Variablen über eine Matrixkombination zu neuen Aussagen verknüpft werden.

Postalische Karten: Karten auf denen postalische Gebietsgrenzen, wie Postleitregionen, Postleitbezirke und Postleitgebiete abgebildet sind.

Postfach Postleitzahl: Eine Postleitzahl, die nicht für ein Zustellgebiet, sondern für Postfächer gilt. Eine Postfach PLZ eignet sich also nicht als Variable, über die eine Verknüpfung zwischen einem Datensatz und einer digitalen Landkarte erfolgen kann.

Postleitgebiete: Alle Adressen, mit derselben Postleitzahl bilden ein Postleitgebiet.

Postleitregionen: In den Postleitregionen sind alle die Postleitgebiete zusammengefasst, welche dieselben beiden Anfangsziffern haben.

Postleitsystem: In Deutschland ist das Postleitsystem in Postleitzonen (Zusammenfassung der Postleitgebiete mit identischer Anfangsziffer), Postleitregionen (Zusammenfassung aller Postleitgebiete, deren beiden ersten Ziffern identisch sind) und Postleitgebiete (5-stellige Postleitzonen) gegliedert.

Postleitzonen: In den Postleitzonen sind alle die Postleitgebiete zusammengefasst, welche mit derselben Ziffer beginnen.

Potenzialdaten: Externe Sachdaten, das heißt Daten, die nicht in direktem Bezug zum Unternehmen stehen, für die Ausnutzung des Marktpotenzials aber elementar wichtig sind. Zu den Potenzialdaten zählen beispielsweise Bevölkerungsdaten (Altersstruktur, Familienstand, Einkommensstruktur) und Wirtschaftsdaten (Kaufkraftkennziffer,.....). Da diese Daten regionalisiert sind - d.h. die Angaben liegen pro Gemeinde oder Postleitgebiet vor - spricht man ganz allgemein auch von Regionaldaten.

nach oben 

R

Radialanalyse: Mit der Radialanalyse wird festgestellt, in welchen Radien um einen Standort bestimmte Prozentsätze eines Kriteriums (z.B. Umsatz) erreicht werden.

Regierungsbezirk: In Deutschland versteht man darunter die administrative Ebene zwischen Bundesländern und Landkreisen.

Regionalanalyse: Bei der Regionalanalyse beziehen sich die Untersuchungen nicht auf das gesamte Gebiet, sondern lediglich auf einen Teilbereich, eine Region.

Regionaldaten: Siehe Potenzialdaten.

RPM: Regionaler Pharmazeutischer Markt. Die Einteilung Deutschlands in die RPM Gebiete wurde vom Institut für Medizinische Statistik vorgenommen.

RPM 1860: Die RPM-Gebiete in 1860 Mikrosegmente unterteilt.

RPM 2847: Die RPM-Gebiete in 2847 Mikrosegmente unterteilt.

Rubini-Graph: Der Rubini-Graph verbindet die jeweils nächsten merkmalsgleichen Objekte eines Layers miteinander. So können beispielsweise Kunden, die von einem Außendienstmitarbeiter betreut werden, miteinander verbunden werden. Diese Art der Darstellung ist hilfreich, wenn die "Kompaktheit" der Gebiete beurteilt werden soll.

nach oben 

S

Sozioökonomische Daten: Strukturdaten für die Bereiche Bevölkerung und Wirtschaft. Hierzu gehören beispielsweise Altersstruktur, Einkommens- und Beschäftigungsstruktur, Anzahl Betriebe und Beschäftigte nach Branchen.

Stadt-/Landkreise: In Deutschland werden mehrere Gemeinden innerhalb eines Bundeslandes zu Stadt bzw. Landkreisen zusammengefasst. Derzeit ist Deutschland in 439 Kreise aufgeteilt.

Standortanalyse: im Geomarketing versteht man unter Standortanalyse die Bewertung eines Standortes hinsichtlich seines Potenzials, d.h. Größe des Einzugsgebietes, Erreichbarkeit, Verhältnis zu Wettbewerbern ....

Statistische Bezirke: Unterteilung von Gemeinden als Grundlage für die Erhebung amtlicher Statistiken.

Stern-Darstellung: Mithilfe der Sterndarstellung können beispielsweise Standorte von Außendienstmitarbeitern, Service-Centern oder Filialen mit den Standorten der jeweiligen Kunden verbunden werden. Dabei werden Überlappungsbereiche bzgl. der Kundenversorgung sofort ersichtlich.

nach oben 

T

Thematische Kartographie: Darstellung von Daten auf Landkarten. Dies kann in Form von Einfärbungen, Diagrammen, verschiedenen Symbolen oder in Form von 3-D Elementen erfolgen.

Topographie: Die (Beschreibung der) äußere(n) Form der Elemente einer Landschaft wird unter dem Begriff Topographie zusammengefasst.

Vektorkarten: Vektorkarten bestehen aus verschiedenen Objekttypen. Im einfachsten Fall handelt es sich um punkthafte Objekte - beispielsweise Kundenpunkte. Linienobjekte sind im einfachsten Fall die Verbindung von zwei Punkten - zum Beispiel die Darstellung von Pendlerbewegungen. Gebiete oder Flächen sind im einfachsten Fall Dreiecke welche also eine Fläche umschließen. Ein typisches Beispiel ist eine Postleitzahlkarte.

nach oben 

V

Vertriebsgebiet: Gebiet, für das in der Regel ein Vertriebsmitarbeiter zuständig ist.

Vertriebsregionen: Zusammenfassung mehrerer Vertriebsgebiete zu einer übergeordneten räumlichen Einheit.

Voronoi-Polygone: Benannt nach dem Mathematiker Georgy Voronoi. Unabhängig von postalischen und administrativen Grenzen werden Gebiete um Standorte gebildet. Es ist dann gewährleistet, dass jeder Punkt innerhalb der Verbreitungsgrenzen der Standorte dem nächstliegenden Standort zugeordnet wird.

nach oben 

X

Xponent: Die Xponent Struktur ist eine Aufteilung in Bricks und Nanobricks. Ein Brick ist ein Gebiet, in dem mindestens 6 Ärzte einer Facharztgruppe ansässig sind. Ein Brick besteht aus einem oder mehreren Nanobricks. Die Einteilung in Nanobricks-Gebiete erfolgt nicht immer auf der Grundlage der räumlichen Verteilung der Arztpraxen, sondern die Gruppen werden z.T. auf der Grundlage von alphabetisch sortierten Straßennamen gebildet.

nach oben 

Z

Zustellbezogene Postleitzahlen: Postleitzahlen, die sich, im Gegensatz zu Postfach-Postleitzahlen auf physische Zustellungsgebiete beziehen. Das heißt, Gebiete in denen alle Adressen die gleiche Postleitzahl haben.

nach oben 

eNEWS: JETZT ANMELDEN!

1x pro Monat Geomarketing- Tipps und gratis Downloads:

© 2016 - GfK GeoMarketing GmbH | Geomarketing Glossar