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Bruchsal, 15.10.2009. Die regionalen Präferenzen für Ausgaben im Einzelhandel sind – bezogen auf die gekauften Sortimente – höchst unterschiedlich. Wie sich die Ausgaben auf fast 60 Sortimente in Deutschland verteilen, zeigt die neue „GfK Kaufkraft für Sortimente im Einzelhandel“ und das bis auf Straßenabschnittsebene.
Wie viel Geld haben die Bewohner Berlins für Kaffee oder den Kauf von Damenoberbekleidung zur Verfügung? Wie muss ein Einzelhandelssortiment gestaltet sein, um im Hochtaunuskreis Erfolg zu haben? Um Unternehmen bei sortimentsspezifischen Fragestellungen zu unterstützen, wurde die Kaufkraft der Deutschen von GfK GeoMarketing in einer aktuellen Studie auf rund 60 Sortimente im Food- und Non-Food-Bereich aufgeschlüsselt und regionalisiert.
Hier finden Sie eine Übersicht aller verfügbaren Sortimente.
Regionale Unterschiede im Konsumverhalten
Die GfK Kaufkraft für den Einzelhandel umfasst das Ausgabenpotenzial der Verbraucher im stationären Einzelhandel und Versandhandel. Die GfK Einzelhandelskaufkraft 2009 von rund 5.201 € pro Person schlüsselt sich auf 17 Sortiments-Obergruppen auf. Simone Baecker-Neuchl, Leiterin der Abteilung Market Data & Research bei GfK GeoMarketing, erläutert: „Einwohner, die über ein hohes Einkommen verfügen, geben nicht unbedingt mehr Geld im Einzelhandel aus als Einwohner mit einer geringeren Kaufkraft. Ein überdurchschnittliches Einkommen kann auch in hohe Mieten, Immobilien oder Luxusgüter fließen. Die regionale Verteilung der Kaufkraft auf die Sortimente ist daher für den Einzelhandel ein wichtiges Mess- und Planungsinstrument.“
Wichtiges Mess- und Planungsinstrument
Besonders im Einzelhandel ist die sortimentsbezogene Kaufkraft eine bedeutende Richtlinie bei Analysen un ein wichtiges Mess- und Planungsinstrument. Durch die Daten können Unternehmen etwa im Sortiments-Management, der Standortplanung oder dem Controlling auf regionale Marktbesonderheiten eingehen. Durch die gezielte Ausrichtung von Marketing, Vertrieb und Sortiment auf das in der Region vorhandene Potenzial, kann vor Ort direkt auf die Bedürfnisse des Verbrauchers reagiert werden. Daraus resultieren Wettbewerbsvorteile, ein optimiertes Kostenmanagement, eine hohe Marktausschöpfung und ein fokussierter Außendienst.
Beispiel: Der Hamburger im Sortimentskaufkraft-Vergleich
Der durchschnittliche Hamburger gibt fast das Doppelte für Ton- und Bildträger wie CDs und Videos aus (42€) wie der durchschnittliche Brandenburger (25 €). Auch auf Schuhe stehen die Bewohner der norddeutschen Metropole: Sie geben rund 20 Prozent mehr für Schuhe und Lederwaren aus als die Berliner. Hingegen lässt die Hamburger das baumarktspezifische Sortiment vergleichsweise kalt: 12 Prozent weniger als der Bundesdurchschnitt hat der Hamburger für dieses Sortiment übrig. Ganz anders der Bayer: Seine Begeisterung für Heimwerken und Garten schlägt sich in einer 10 Prozentpunkte überdurchschnittlichen Kaufkraft für Baumarktartikel nieder – im Bundeslandvergleich Spitze. Das andere Extrem bietet wieder einmal Berlin: Hier ist die Baumarkt-Kaufkraft 17 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Doch auch innerhalb kleinerer Regionen ergeben sich erhebliche Unterschiede. So verwenden die Bewohner des Landkreises Harburg im Schnitt fast ein Fünftel mehr Geld auf Zeitungen und Zeitschriften als die nahen Hamburger.
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