Etwa 5,8 Mrd. EUR Umsatz werden pro Jahr für Biolebensmittel in Deutschland ausgegeben. Aber wer sind die Käufer von Bio-Produkten und wo wohnen sie? Mit diesen Fragen beschäftigt sich GfK GeoMarketing.
Noch im Februar 2009 zitierte der Spiegel Bernd Diederichs, Geschäftsführer der Messe Nürnberg: "Trotz der globalen Finanzkrise ist Bio weiter auf dem Vormarsch." In der letzten Ausgabe des bio-siegel Report (Ausgabe 02/2009) wird die Situation dagegen bereits etwas kritischer betrachtet: „Nach Jahren expansiven Absatz- und Umsatzwachstums ist es absehbar, dass sich die Biobranche in Deutschland künftig auf moderatere Steigerungsraten einstellen muss. Hauptgründe sind die hohe Sättigung und Ausdifferenzierung des Markts für ökologische Produkte.“
Tatsächlich hat sich das Absatzwachstum in der Biobranche im Vergleich zu den letzten Jahren zwar verlangsamt, ist jedoch im Vergleich zur Entwicklung im restlichen Lebensmittel-Einzelhandel immer noch hoch. Auf der Suche nach den Käufern von Bio-Lebensmitteln arbeitet GfK GeoMarketing zum einen mit den Ergebnissen aus den Erhebungen der GfK Panel Services und zum anderen mit der eigenen mikrogeografischen Regional-Datenbank, in der soziodemographische und -ökonomische Informationen zu den Haushalten in Deutschland hinterlegt sind.
Rund 30.000 Haushalte berichten ihre Käufe direkt an die GfK Panel Services zusammen mit weiteren beschreibenden Informationen zum Haushalt (Einkommen, Größe, Alter etc.) sowie Antworten auf Fragen zu verschiedenen Themenbereichen, u. a. zum Thema Bio-Produkte.
Die Erhebungen liefern demnach Informationen zu
In direkter Abstimmung mit dem Handel oder Hersteller können verschiedene Kriterien, die die Zielgruppe des jeweiligen Marktes am besten beschreiben, identifiziert werden: Handelt es sich um Käufer des Fachhandels, der ausschließlich Bio-Produkte im höheren Preissegment anbietet? Oder wird auch im klassischen Supermarkt verstärkt zur Bioware gegriffen? Unter Einbeziehung solcher Kriterien berechnet GfK GeoMarketing je nach Aufgabenstellung die Anzahl der genau definierten Bio-affinen Haushalte oder eine Bio-Kaufkraft, die für Bio-Produkte zur Verfügung steht.
RegioGraph ist die Software zur Analyse und Bewertung von Standorten auf digitalen Landkarten: Durch die Verknüpfung von Unternehmensdaten (Filialstandorte, Hersteller) mit Marktdaten von GfK GeoMarketing werden regionale Zusammenhänge und Unterschiede im Konsumentenverhalten ersichtlich: In Baden-Württemberg wird mehr Wein getrunken als in Nordrhein-Westfalen, in ländlichen Räumen werden mehr Rasenmäher verkauft als in der Stadt und die Münchener sind bereiter, risikoaffine Finanzprodukte zu erwerben.
Für die Bewertung bestehender Standorte werden in RegioGraph Einzugsgebiete berechnet, individuell eingetragen oder auf Basis von Kundenbefragungen zusammengefasst. Die Kaufkraft für Bio-Lebensmittel im Einzugsgebiet kann so direkt dem generierten Umsatz gegenübergestellt werden.
Umgekehrt kann so auch eine Potenzialabschätzung für geplante Standorte durchgeführt werden, wobei zusätzlich Standorte von Wettbewerbern mit einbezogen werden sollten.
Bei all unseren Services und Produkten können Sie sich auf die mehr als 70-jährige Erfahrung der GfK und die große Erfahrung und Fachkompetenz unserer Mitarbeiter verlassen.
Doris Steffen
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